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Fall mit Luftreibung

Aus SystemPhysik
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Der Fall eines Körpers in Luft bildet ein analytisch lösbares Problem, falls der Luftwiderstand quadratisch mit der Geeschwindigkeit zunimmt. Die Impulsbilanz bezogen auf den Körper lautet dann (Bezugsrichtung nach unten):

[math]\displaystyle{ -F_W+F_G=\dot p }[/math]

Ersetzt man den Luftwiderstand (Impulsstrom) durch die quadratische Abhängigkeit von der Geschwindigkeit

[math]\displaystyle{ F_W=kv^2 }[/math],

die Gewichtskraft (Impulsquelle) durch Masse mal Stärke des Gravitationsfeldes

[math]\displaystyle{ F_G=mg }[/math]

und den Impulsinhalt durch Masse mal Geschwindigkeit (Grundfläche mal Höhe im Flüssigkeitsbild)

[math]\displaystyle{ p=mv }[/math],

folgt die zu integrierende Differentialgleichung (DGL)

[math]\displaystyle{ m\dot v+kv^2=mg }[/math]

Lässt man den Körper aus der Ruhe heraus fallen, ist seine anfängliche Beschleunigung gleich der Gravitationsfeldstärke g (daher auch der etwas irreführende Name Erdbeschleunigung). Nach längerer Zeit erreicht der Körper (asymptotisch) seine Engeschwindigkeit

[math]\displaystyle{ v_{\infty}=\sqrt{\frac{mg}{k}} }[/math]

Die Lösung dieser Gleichung bei anfänglich ruhendem Körper lässt sich mittels einer Formel angeben

[math]\displaystyle{ v(t)=v_{\infty}\tanh\left(\frac{k}{m}v_{\infty}t\right) }[/math]

Die Systemdynamik erlaubt uns, solche und auch komplexere Probleme zu lösen, ohne eine DGL von Hand integrieren zu müssen.

Beispiele: